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Regenrückhaltung und das BWK-Merkblatt M3

Mit dem BWK-Merkblatt M 3 hat sich für viele Kommunen, aber auch ggf. Gewerbebetriebe mit einer direkten Anbindung der Regenentwässerung an einen Bach, die Frage der Regenrückhaltung stark verschärft. Die Wasserbehörden und die Bezirksregierungen forderten und fordern Maßnahmenpläne, in denen konkrete Rückhaltevolumina angegeben werden, um Fließgewässer vor zu starken Einleitungsmengen zu schützen.

In unseren Projekten hat sich bewährt, den Rückhaltebedarf genauer zu hinterfragen. Das BWK-Merkblatt M 3 kennt zwar Standardvorgaben, gestattet aber durch auch den genaueren Blick auf das Gewässer, das durch die Rückhaltung geschützt werden soll.

In der Regel sind stets Gewässerzustand und mögliche Verbesserungen am Gewässer selbst, natürliche Abflusssituation, Einleitungsmengen und Möglichkeit und Notwendigkeit einer Rückhaltung zusammen zu diskutieren. Dadurch lassen sich übergroße Rückhaltevolumina vermeiden, Gewässer ggf. selbst verbessern, statt nur in Rückhaltebecken zu investieren und durch die Kombination von Maßnahmen mehr erreichen als durch die starre Fixierung auf nur einen Lösungsweg. Beispiele hierfür sind:

die Rückhaltebetrachtung für das Viehfeld in Drensteinfurt, wo Regenrückhaltung, aktiver Hochwasserschutz und die Nutzung natürlicher Überschwemmungsflächen kombiniert werden konnte (und letztlich musste);



die Regenrückhaltung für das kleine Gewerbegebiet Eichenkamp II in Rosendahl-Osterwick, wo Regenrückhaltung mit einem kleinen Teich in einer alten Mergelgrube verknüpft wurde, um über den erweiterten und entschlammten Mergelteich nicht nur die Abflüsse weiter zu dämpfen, sondern auch die Löschwasserversorgung naturnah sicher zu stelle;

die Regenrückhaltung Kranichholz/ Wieschebrink in Lüding­hau­sen; Aus mehreren Gewerbegebieten wird Regenwasser unge­drosselt in einen kleinen Bach eingeleitet. Mangels Flächen kann eine Rückhaltung dort nicht nachgerüstet werden. Entsprechend wurde am Ortsrand ein Becken geplant, das nur befüllt wird, wenn das Gewässer einen bestimmten Pegel erreicht. Dadurch werden wie bei einer natürliche Aue rasch auflaufende Hochwasserwellen aus den Einleitungen gekappt bzw. gedämpft;

der Volksgartenbach in Dortmund-Lütgendortmund, wo in einen Quellgrund eingeleitet wird, was besonders schädlich für das Fließgewässer ist. Durch eine geringe Umgestaltung eines Wegedurchlasses lässt sich die Einleitung jedoch drosseln. Zudem lassen sich in dem Quell­grund die natürlichen Quellabflüsse von den Einleitungsmengen durch geringe Erdarbeiten trennen.  Damit wird nicht mehr in den Quellbach direkt eingeleitet und lassen sich auch hier die Anforderungen aus dem BWK-Merkblatt M3 ohne aufwändige technische Verfahren einhalten, welches eine Einleitung erst 150 m unterhalb der letzten Quelle gestattet.
 
  Referenzen:
  Marksbach
Münster'sche Aa
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